(Übersetzung von Karl Witte)
Herr Chapelet täuscht einen frommen Pater durch eine falsche Beichte und stirbt. Trotz des schlechten Lebenswandels, den er geführt, kommt er nach seinem Tode in den Ruf der Heiligkeit und wird Sankt Chapelet genannt. Es ziemt sich, ihr liebwerten Damen, ein jedes Ding, das der Mensch unternimmt, mit dem heiligen und wunderbaren Namen dessen zu beginnen, der alle Dinge geschaffen hat. Darum denke ich denn, der ich als erster bei unseren Erzählungen den Anfang machen soll, mit einer jener wunderbaren Fügungen zu beginnen, deren Kunde unser Vertrauen auf ihn als den Unwandelbaren bestärken und uns lehren wird, seinen Namen immerdar zu preisen. Es ist offenbar, daß die weltlichen Dinge insgesamt vergänglich und sterblich sowie nach innen und nach außen reich an Leiden, Qual und Mühe sind und unzähligen Gefahren unterliegen, welchen wir, die wir mitten unter ihnen leben und selbst ein Teil von ihnen sind, weder widerstehen noch uns ihrer erwehren könnten, wenn uns Gottes besondere Gnade nicht die nötige Kraft und Fürsorge verliehe. Was diese Gnade anbetrifft, so haben wir uns keineswegs einzubilden, daß sie um irgendeines Verdienstes willen, das wir hätten, über uns komme, vielmehr geht sie nur von seiner eigenen Huld aus und wird den Bitten derer gewährt, die einst wie wir sterblich waren, jetzt aber, weil sie während ihres Erdenwallens seinem Willen folgten, mit ihm im Himmel der ewigen Seligkeit teilhaftig sind. An sie, als an Fürsprecher, die unsere Schwäche und Gebrechlichkeit aus eigener Erfahrung kennen, richten wir vor allem jene Bitten, die wir vielleicht nicht wagten, unserem höchsten Richter gegenüber laut werden zu lassen. Um so überschwenglichere Gnade haben wir aber in ihm zu erkennen, wenn wir, deren sterbliches Auge auf keine Weise in das Geheimnis des göttlichen Willens eindringen kann, durch falschen Wahn betrogen, einen zu unserem Fürsprecher vor der Majestät Gottes erwählen, den er von seinem Angesicht verbannt hat, und wenn er, vor dem nichts verborgen ist, dessen ungeachtet mehr auf die reine Gesinnung des Bittenden als auf dessen Unwissenheit oder auf des Angerufenen Verdammung sieht und das Gebet ebenso erhört, als ob der vermeintliche Fürsprecher die Seligkeit, ihn zu schauen, genösse. Daß es sich so verhält, wird aus der Geschichte offenbar werden, die ich euch erzählen will. Offenbar nach menschlichem Dafürhalten, sage ich, da Gottes Ratschlüsse uns verborgen bleiben. Es wird nämlich berichtet, daß Musciatto Franzesi, als er von einem reichen und angesehenen Kaufherrn zum Edelmanne geworden war und nun mit dem Bruder des Königs von Frankreich, dem vom Papst Bonifaz herbeigerufenen und unterstützten Karl ohne Land, nach Toskana ziehen sollte, sich entschloß, seine Geschäfte, welche, wie es bei Kaufleuten der Fall zu sein pflegt, äußerst verwickelt waren, mehreren Bevollmächtigten zu übertragen. Für alles fand er Rat, nur blieb ungewiß, wo er jemanden auftreiben wollte, der geschickt wäre, jene Schulden einzutreiben, die er bei einigen Burgundern ausstehen hatte. Der Grund seines Bedenkens lag darin, daß ihm wohlbekannt war, was für ein wortbrüchiges, händelsüchtiges und abscheuliches Volk die Burgunder sind und daß er sich auf niemand besinnen konnte, der abgefeimt genug gewesen wäre, um ihrer Bösartigkeit mit Erfolg Widerpart zu leisten. Als er in solchem Zweifel lange hin und her überlegt hatte, fiel ihm ein gewisser Ciapperello von Prato ein, der sein Haus in Paris oft zu besuchen pflegte. Die Franzosen, die den Namen Ciapperello nicht verstanden und der Meinung waren, er wolle so viel sagen wie chapeau, was in ihrer Landessprache Kranz bedeutet, nannten diesen Mann, der klein von Gestalt und sehr geschniegelt war, seiner Kleinheit halber nicht Chapeau, sondern Chapelet, unter welchem Namen er denn überall bekannt war, während nur wenige wußten, daß er Ciapperello hieß. Das Leben, das dieser Chapelet führte, war folgendermaßen beschaffen: In seinem Beruf als Notar hätte er es für eine große Schande gehalten, wenn eine der von ihm ausgestellten Urkunden, obgleich er deren wenige ausstellte, anders als gefälscht befunden worden wäre. Solcher falschen Urkunden aber, machte er, soviel man nur wollte, und dergleichen lieber umsonst als rechtmäßige für schwere Bezahlung. Falsches Zeugnis legte er auf Verlangen und aus freien Stücken besonders gern ab, und da in Frankreich Eidschwüre um jene Zeit in höchstem Ansehen standen, gewann er, da er sich nicht um einen Meineid scherte, auf unrechtmäßige Weise alle Prozesse, in denen er die Wahrheit nach seinem Gewissen zu beschwören berufen ward. Ausnehmendes Wohlgefallen fand er daran, und großen Fleiß verwandte er darauf, unter Freunden, Verwandten und was sonst immer für Leuten Unfrieden und Feindschaft anzuzetteln, und je größeres Unglück daraus entstand, desto mehr freute er sich. Wurde er aufgefordert, jemand umbringen zu helfen oder an einer anderen Schandtat teilzunehmen, so weigerte er sich niemals und war der erste auf dem Platz. Oft war er auch bereit, mit eigenen Händen zu ermorden und zu verwunden. In seiner beispiellosen Jähheit lästerte er Gott und alle Heiligen um jeder Kleinigkeit willen auf das gräßlichste. In der Kirche ließ er sich niemals antreffen und verspottete alle christlichen Sakramente mit den verruchtesten Worten. Um so mehr war er dafür in den Schenken und anderen Sündenhäusern. Aus Rauben und Stehlen hätte er sich ebensowenig ein Gewissen gemacht, als ein Heiliger daraus, Almosen zu geben. Er fraß und soff in solchem Übermaß, daß er mehrmals knapp mit dem Leben davonkam. Spielen und im Spiel betrügen betrieb er wie ein Handwerk. Doch wozu so viele Worte! Genug, er war der schändlichste Mensch, der vielleicht je geboren ward, und schon seit langer Zeit konnten nur die Macht und das Ansehen des Herrn Musciatto ihm bei seinen Verbrechen durchhelfen, so daß weder Einzelpersonen, die er häufig, noch die Gerichte, die er fortwährend beleidigte, Hand an ihn legten. Dieser Ciapperello war es, den Herr Musciatto, welcher seinen Lebenswandel sehr genau kannte, jetzt als den rechten Mann auserkor, um der burgundischen Bosheit die Spitze zu bieten. So ließ er ihn denn rufen und sprach zu ihm: "Chapelet, ich stehe, wie du weißt, im Begriff, ganz von hier wegzuziehen, und da ich unter anderrn noch mit einer Anzahl von Burgundern zu tun habe, so kenne ich niemand, dem ich mich besser als dir anvertrauen könnte, um von so betrügerischem Volk mein Geld einzutreiben. Du hast jetzt nichts zu tun, und wenn du diese Angelegenheit übernehmen willst, so verspreche ich dir, dich mit den Gerichten auszusöhnen und dir an dem, was du für mich eintreibst, einen Anteil zu lassen, daß du zufrieden sein kannst." Herr Chapelet, der müßig ging, auch an irdischen Gütern keinen Überfluß hatte und nun den verlieren sollte, der lange Zeit sein Stecken und Stab gewesen war, sagte ohne langes Besinnen und gewissermaßen notgedrungen, ja, er sei gern bereit. Nach gehöriger Verabredung und nach Empfang der Vollmacht des Herrn Musciatto und der Gnadenbriefe des Königs reiste Chapelet, als Herr Musciatto Paris verlassen, nach Burgund, wo ihn fast niemand kannte. Hier fing er, wider seine Natur, ganz freundlich und sanftmütig an, seinen Auftrag auszuführen und die Schulden einzufordern, gleichsam als wollte er sich die Bosheit bis zuletzt aufsparen. Inzwischen war Chapelet ins Haus zweier Brüder aus Florenz gezogen, die Geld auf Wucherzinsen liehen und ihm, Herrn Musciatto zuliebe, viel Ehre erwiesen. In deren Hause erkrankte er jetzt, und obgleich die beiden Brüder ihm sogleich geschickte Ärzte rufen, ihn durch ihre Diener pflegen ließen und überhaupt alles taten, was zu seiner Heilung förderlich sein konnte, so war doch jede Hilfe vergeblich. Dem guten Mann, der nachgerade alt geworden war und liederlich gelebt hatte, ging es nach der Aussage der Ärzte täglich schlechter und schlechter, und es zeigte sich zum großen Leidwesen der Brüder gar bald, daß Chapelet an keiner anderen Krankheit als der des nahen Todes leide. Diese beiden Brüder nun fingen eines Tages nicht weit von dem Zimmer, wo Chapelet krank lag, folgendermaßen zu reden an: "Was sollen wir mit dem Menschen anfangen", sagte der eine zum andern. "Wir sind auf jeden Fall seinetwegen in einer sehr verdrießlichen Lage. Ihn jetzt, krank wie er ist, aus dem Hause zu weisen, wäre gewiß unserem Ruf ebenso nachteilig wie unüberlegt von unserer Seite; denn die Leute, die gesehen haben, wie wir ihn erst aufgenommen und für seine Pflege und Heilung gesorgt, wären überzeugt, daß er uns keinen Grund gegeben haben könne, ihn nun als einen Todkranken aus dem Hause zu tun. Auf der anderen Seite aber ist er ein so gottloser Mensch gewesen, daß er weder wird beichten, noch das Abendmahl oder die letzte Ölung wird annehmen wollen, und stirbt er, ohne gebeichtet zu haben, so nimmt keine Kirche den Leichnam auf, und er wird wie ein toter Hund in die Grube geworfen. Sollte er aber auch beichten, so sind seine Sünden so zahlreich und so verrucht, daß nichts dadurch gebessert wird; denn es wird sich weder Mönch noch Pfaffe finden, der ihn lossprechen könnte oder wollte, und stirbt er ohne Absolution, so schmeißen sie ihn auch in die Grube. Kommt es aber so oder so, immer wird das ganze Volk, das ohnehin wegen unseres von ihm verabscheuten Gewerbes äußerst schlecht auf uns zu sprechen ist und Lust genug haben mag, uns auszuplündern, offen gegen uns aufstehen und sagen: 'Diese Hunde von Italienern, die man in der Kirche abweist, wollen wir nicht mehr unter uns dulden.' Sie werden unser Haus stürmen und sich kein Gewissen daraus machen, uns nicht nur Hab und Gut zu nehmen, sondern gar leicht sich an unserem Leib und Leben vergreifen. So sind wir denn auf alle Fälle bei Chapelets Tod übel daran." Herr Chapelet, der, wie gesagt, ganz nahe bei dem Orte lag, wo die beiden redeten, und wie man es oft bei Kranken findet, ein feines Gehör hatte, verstand alles, was sie über ihn sagten. Er ließ sie zu sich rufen und sprach: "Ich wünsche nicht, daß ihr euch meinetwegen Gedanken macht oder in Furcht seid, daß euch jemand um meinetwillen kränken möchte. Ich habe gehört, was ihr über mich gesprochen habt, und ich bin wohl überzeugt, daß es so käme, wir ihr sagt, wenn das geschähe, was ihr voraussetzt; aber es soll schon anders gehen. Ich habe zu meinen Lebzeiten unserem Herrgott so viel zuleide getan, daß jetzt, wo ich sterbe, ein Streich mehr auch keinen Unterschied machen wird. Darum schafft mir nur den erfahrensten und frömmsten Mönch herbei, den ihr zu finden wißt, und habt ihr den, so laßt mich nur machen. Ich werde eure und meine Angelegenheit schon so besorgen, daß alles gut sein wird und ihr Ursache habt, zufrieden zu sein." Obgleich die beiden Brüder daraus noch keine besondere Hoffnung schöpften, gingen sie doch in ein Mönchskloster und verlangten nach einem frommen und verständigen Manne, der einem Italiener, welcher bei ihnen krank liege, die Beichte hören könnte. Man gab ihnen einen bejahrten Mönch mit, der ein heiliges, makelloses Leben führte, ein großer Schriftgelehrter und gar ehrwürdiger Mann war und bei allen Bürgern im besonderen und hohen Ansehen der Heiligkeit stand. Diesen brachten sie zu dem Kranken. Als er in die Kammer eingetreten war, wo Chapelet lag, und sich an sein Bett gesetzt hatte, hub er freundlich an, ihm Mut zuzusprechen; und dann erst fragte er ihn, wie lange es her sei, daß er zum letzten Male gebeichtet habe. Chapelet, der sein Leben lang nicht gebeichtet hatte, antwortete ihm: "Ehrwürdiger Vater, sonst ist es meine Gewohnheit, alle Woche wenigstens einmal zur Beichte zu gehen, die vielen Male ungerechnet, wo ich öfter gehe; aber ich muß gestehen, jetzt, wo ich krank geworden bin, sind schon acht Tage vergangen, ohne daß ich gebeichtet hätte, soviel Schmerzen hat die Krankheit mir bereitet." "Mein Sohn", sagte darauf der Mönch, "daran hast du wohlgetan, und also magst du auch in Zukunft tun. Doch da du so oft beichtest, so sehe ich wohl, ich werde wenig Mühe haben, dich zu fragen und deine Antworten anzuhören." Chapelet sprach: "Herr Pater, sagt das nicht; wie oft und wie vielmals ich auch zur Beichte gegangen bin, so habe ich mich doch nie entschließen können, anders zu verfahren, als eine Generalbeichte aller meiner Sünden vom Tage meiner Geburt an bis zum Beichttag abzulegen. Darum bitte ich Euch, bester Vater, daß Ihr mich ebenso genau über alles ausfragt, als ob ich nie gebeichtet hätte. Und schont mich nur ja nicht etwa, weil ich krank bin; denn ich will viel lieber dieses mein Fleisch plagen, als aus Schonung dafür irgend etwas tun, was meiner unsterblichen Seele, die mein Heiland mit seinem kostbaren Blute losgekauft hat, zum Verderben gereichen könnte." Diese Worte hatten den ganzen Beifall des heiligen Mannes und schienen ihm von einem gesammelten Gemüt Zeugnis zu geben. Nachdem er also diese Gewohnheit Chapelet gegenüber sehr gelobt hatte, fing er an, ihn zu befragen, ob er sich je mit Weibern in Wollust versündigt habe. Chapelet antwortete ihm mit einem Seufzer: "Mein Vater, was das anbetrifft, so schäme ich mich, Euch die Wahrheit zu sagen, denn ich fürchte, sie könnte als eitles Selbstlob ausgelegt werden." Der heilige Pater entgegnete: "Rede nur ruhig; denn wer die Wahrheit spricht, sei es in der Beichte oder bei anderer Gelegenheit, der sündigt niemals." "Nun denn", erwiderte Chapelet, "weil Ihr mich darüber beruhigt, so will ich Euch nur sagen, ich bin noch ebenso rein und unbefleckt, wie ich aus dem Schoße meiner Mutter hervorkam." "Des möge Gott dich segnen", sagte der Mönch, "Wie wohl hast du daran getan! Und um so verdienstlicher ist deine Keuschheit, da du, wenn du gewollt hättest, weit eher das Gegenteil tun konntest als wir und alle andern, die durch eine Ordensregel gebunden sind." Hierauf fragte er ihn, ob er sich je durch Völlerei Gottes Mißfallen zugezogen habe. Mit einem lauten Seufzer antwortete Chapelet: "Allerdings und oftmals." Denn weil er sich daran gewöhnt habe, außer den vierzigtägigen Fasten, welche fromme Leute jährlich halten, auch allwöchentlich wenigstens drei Tage lang mit Wasser und Brot zu fasten, so habe er das Wasser, vor allem wenn er von Gebeten oder Wallfahrten besonders angestrengt gewesen sei, mit derselben Lust und demselben Wohlgefallen getrunken wie der größte Säufer den Wein. Manchmal habe es ihn auch nach Kräutersalat gelüstet, wie ihn die Bäuerinnen machen, wenn sie aufs Feld gehen, und das Essen habe ihm besser geschmeckt, als es seiner Ansicht nach einem schmecken dürfe, der aus Gottesfurcht faste, wie er es doch getan habe. "Mein Sohn", sagte darauf der Mönch, "das sind Sünden, welche die Natur mit sich bringt; die haben wenig zu bedeuten, und um ihretwillen möchte ich nicht, daß du dein Gewissen mehr als not tut beschwertest. Es geschieht jedem Menschen, wenn er auch noch so heilig ist, daß ihm nach langem Fasten das Essen gut schmeckt und nach großer Anstrengung das Trinken." "Ach, Herr Pater", antwortete Chapelet, "Ihr sprecht so, um mich zu beruhigen. Das solltet Ihr nicht tun. Euch ist ja bekannt, daß ich wohl weiß, wie alles, was man tut, um Gott zu dienen, in ganz reiner Gesinnung, frei von jeder befleckenden Lust getan werden muß und daß, wer dem zuwiderhandelt, sündigt." Höchlich zufrieden sagte der Mönch: "Nun, so freut es mich, daß du es so ansiehst, und ich lobe in diesem Stück dein ängstliches und sorgsames Gewissen. Aber sage mir: Hast du dich durch Geiz vergangen und mehr verlangt, als du verlangen solltest, oder behalten, was du nicht behalten durftest?" "Ehrwürdiger Vater", erwiderte ihm Chapelet, "es sollte mir leid tun, wenn Ihr eine falsche Meinung von mir hättet, weil ich bei den Wucherern hier wohne. Ich habe keinen Teil an ihrem Handwerk; vielmehr bin ich zu ihnen gekommen, um ihnen ins Gewissen zu reden und sie von diesem abscheulichen Erwerbe abzubringen. Auch wäre mir das, wie ich glaube, gelungen, hätte mich Gott nicht so heimgesucht. Ich kann Euch aber sagen, daß mein Vater mir ein schönes Vermögen hinterließ, von dem ich nach seinem Tode den größeren Teil als Almosen weggab. Dann habe ich, um mich zu ernähren und den Armen Gottes beistehen zu können, meinen kleinen Handel getrieben und dabei allerdings den Erwerb im Auge gehabt; was ich aber erworben habe, das habe ich immer mit den Armen gleichmäßig geteilt und meine Hälfte zu meiner Notdurft verbraucht, die andere aber jenen geschenkt. Dafür hat mir aber auch mein Schöpfer beigestanden, so daß meine Geschäfte täglich besser und besser gegangen sind." "Daran hast du wohlgetan", sagte der Mönch. "Aber hast du dich etwa häufig erzürnt?" "Ja", sagte Herr Chapelet, "das habe ich freilich gar oft getan. Und wer könnte sich wohl dessen enthalten, wenn er die Menschen alle Tage die abscheulichsten Dinge treiben sieht, wenn er beobachtet, wie sie Gottes Gebote nicht halten und sein Gericht nicht fürchten? Wohl zehnmal des Tages habe ich lieber tot als lebendig sein wollen, wenn ich sah, wie die jungen Leute den Eitelkeiten der Welt nachliefen, schworen und sich verschworen, in die Schenken, aber um die Kirche herumgingen und weit mehr auf den Wegen der Welt als auf dem Pfade Gottes wandelten." Darauf erwiderte der Mönch: "Mein Sohn, das ist ein edler Zorn, um dessentwillen ich für mein Teil dir keine Buße aufzuerlegen wüßte. Sage nur aber, wäre es vielleicht möglich, daß du dich irgendeinmal vom Zorn zu einem Mord, zu Schlägereien oder zu Schimpfworten hättest verleiten lassen?" "Ach du meine Güte, Herr Pater", sagte Chapelet, "ich halte Euch für einen Mann Gottes; wie könnt Ihr doch solche Reden führen. Glaubt Ihr denn, ich bildete mir ein, daß Gott mich so lange am Leben erhalten hätte, wenn mir nur der entfernteste Gedanke gekommen wäre, etwas von dem zu tun, was Ihr da genannt habt? Dergleichen können ja nur Mörder und Straßenräuber tun; sooft ich dergleichen gesehen, habe ich immer gesagt: Geh, und Gott bessere dich." "Gott segne dich, mein Sohn", sprach der Pater. "So sage mir denn, ob du jemals gegen irgendwen falsches Zeugnis abgelegt oder von andern schlecht gesprochen oder wider Willen des Eigentümers dich an fremdem Gute bereichert hast." "Ach ja, Herr Pater", sagte Chapelet, "was die üble Nachrede betrifft, freilich ja. Denn einmal hatte ich einen Nachbarn, der seine Frau in einem fort prügelte, ohne den geringsten Anlaß zu haben. Da hat mich denn das Mitleid mit dem armen Weibe, das er, sooft er sich betrunken hatte, jämmerlich zurichtete, einmal so gepackt, daß ich gegen ihre Verwandten recht auf ihn gescholten habe." "Wohl denn", antwortete der Mönch, "nun sage mir aber, wie ich höre, so bist du ein Kaufmann gewesen; hast du niemals jemand nach Art der Kaufleute betrogen?" "Ja, wahrhaftig, Herr Pater", sagte Herr Chapelet, "Wie er hieß, das weiß ich aber nicht. Es war einer, der mir Geld brachte, was er für ein Stück Tuch schuldig war, das ich ihm verkauft hatte. Nun tat ich das Geld, ohne es zu zählen, in einen Kasten, und reichlich einen Monat später fand ich, daß es vier Heller mehr waren, als mir zukamen. Wohl ein ganzes Jahr lang habe ich sie aufgehoben; weil ich aber den, dem sie gehörten, in der ganzen Zeit nicht mehr wiedersah, habe ich sie am Ende als Almosen verschenkt." "Das war eine Kleinigkeit", sagte der Mönch, "und du hast recht daran getan, so damit zu verfahren." Der fromme Mönch fragte ihn noch mancherlei, worauf er immer in dieser Weise antwortete. So wollte denn jener schon zur Absolution schreiten, als Chapelet sprach: "Herr Pater, noch eine Sünde habe ich auf dem Gewissen, die ich Euch nicht gebeichtet." "Und die wäre?" sagte der Mönch. "Ich entsinne mich", antwortete jener, "daß ich an einem Samstag gegen Abend von meinem Diener das Haus kehren ließ und also die schuldige Ehrfurcht vor dem Tage des Herrn vergessen habe." "Mein Sohn", erwiderte der Geistliche, "das hat weiter nichts zu bedeuten." "Sagt nicht, das habe nichts zu bedeuten", entgegnete Chapelet. "Den Sonntag soll man ehren; denn an diesem Tag war es, daß unser Heiland von den Toten auferstand." Darauf sagte der Mönch: "Und hast du sonst noch etwas zu beichten?" "Ja, Herr Pater", antwortete Chapelet, "einmal habe ich in Gedanken in der Kirche ausgespuckt." Der Mönch fing an zu lächeln und sagte: "Mein Sohn, das sind Dinge, die man sich nicht zu Herzen nehmen soll; wir sind Geistliche und spucken alle Tage in der Kirche aus." "Und tut daran sehr übel", sprach Herr Chapelet; "denn nichts auf der Welt soll man so rein halten wie den Tempel des Herrn, in dem man dem Höchsten opfert." Um es kurz zu machen, Sünden von dieser Art beichtete er ihm noch eine Menge. Dann fing er an zu seufzen und brach in einen Strom von Tränen aus, deren ihm, wenn er wollte, immer reichlich zu Gebote standen. "Was ist dir, mein Sohn?" sagte der Geistliche. "Ach, Herr Pater", erwiderte Chapelet, "eine Sünde habe ich noch auf dem Herzen, die habe ich nie gebeichtet, so schäme ich mich, sie zu bekennen; wenn ich nur daran denke, so weine ich, wie Ihr mich jetzt weinen seht, und um dieser Sünde willen kann ich nur auch nicht denken, daß Gott Erbarmen mit mir haben wird." "Schäme dich, mein Sohn", entgegnete der Mönch, "was redest du da? Wären alle Sünden, die von allen Menschen jemals zusammen begangen worden sind oder, solange die Welt stehen wird, noch von den Menschen begangen werden, in einem einzigen Menschen vereinigt, und der wäre reuig und zerknirscht, wie ich sehe, daß du es bist, so ist Gottes Gnade und Barmherzigkeit so groß, daß er sie alle, sobald sie gebeichtet wären, ihm freudig vergeben würde; und so sage denn zuversichtlich, was du getan hast." Darauf sprach Herr Chapelet, ohne vom Weinen abzulassen: "Ach, ehrwürdiger Vater, es ist eine gar zu schwere Sünde, und wenn es nicht auf Eure Fürbitte hin geschieht, so kann ich kaum glauben, daß Gott sie mir jemals vergeben sollte." Der Mönch antwortete ihm: "Sage sie nur ruhig, denn ich verspreche dir, daß ich für dich zu Gott beten werde." Herr Chapelet weinte noch in einem fort und schwieg; der Mönch aber ermunterte ihn erneut, zu reden. Als nun Chapelet den Geistlichen so mit Weinen eine lange Weile hingehalten hatte, stieß er einen tiefen Seufzer aus und sprach: "Ehrwürdiger Vater, weil Ihr mir denn versprochen habt, Gott für mich zu bitten, so will ich's Euch sagen. Wißt denn, wie ich noch klein war, habe ich einmal meine Mutter geschmäht." Und kaum hatte er so gesprochen, so hub er von neuem bitterlich zu weinen an. "Mein Sohn", antwortete der Mönch, "dünkt dich denn das wirklich solch eine schwere Sünde? Lästern die Leute nicht etwa täglich ihren Herrgott? Und doch vergibt er gern einem jeden, der bereut, ihn gelästert zu haben. Und du verzweifelst, für diesen Fehltritt Vergebung zu finden? Fasse Mut und weine nicht; denn wahrlich, wärest du einer von denen gewesen, die unsern Herrn ans Kreuz geschlagen haben, und wärest du so zerknirscht, wie ich es jetzt an dir sehe, so vergäbe er dir." Darauf sagte Chapelet: "Um Himmels willen, Herr Pater, was sprecht Ihr da? Allzusehr habe ich mich vergangen, und allzu große Sünde war es, daß ich meine Herzensmutter schmähte, die mich neun Monate lang Tag und Nacht im Leibe getragen hat und mich mehr als hundertmal auf den Armen hielt; und wenn Ihr nicht für mich betet, so wird mir's auch nicht verziehen werden." Als der Mönch inneward, daß Chapelet weiter nichts zu sagen hatte, sprach er ihn los und gab ihm in der festen Überzeugung, Chapelet, dessen Reden er für lautere Wahrheit nahm, sei ein frommer, gottseliger Mensch, den Segen. Und wer möchte wohl zweifeln, wenn er jemand auf dem Totenbette also reden hörte? Nach dem allen sagte er: "Herr Chapelet, Ihr werdet mit Gottes Hilfe bald wieder gesund sein; sollte es aber dennoch geschehen, daß Gott Eure gesegnete und zum Abschied von dieser Welt bereite Seele zu sich riefe, hättet Ihr alsdann etwas dawider, daß Euer Körper in unserem Kloster beerdigt würde?" "Durchaus nicht", entgegnete Chapelet; "vielmehr möchte ich sonst nirgends liegen als eben bei Euch. Ihr habt mir ja versprochen, für mich zu beten, und auch ohne das habe ich von jeher besondere Ehrfurcht für Euren Orden gehabt. Und so bitte ich Euch, daß Ihr Christi wahrhaftigen Leib, den Ihr diesen Morgen auf dem Altare eingesegnet habt, mir zusendet, sobald Ihr in Euer Kloster zurückgekommen seid. Denn ich denke ihn, wenn Ihr es gestattet, obgleich unwürdig, zu genießen und dann die letzte heilige Ölung zu empfangen, damit ich, wenn ich als Sünder gelebt habe, wenigstens als Christ sterben möge." Der heilige Mann sagte, das sei wohl gesprochen und er sei alles zufrieden. Das Sakrament solle dem Kranken sogleich gebracht werden. Und so geschah es. Die beiden Brüder hatten sehr gefürchtet, Chapelet werde sie täuschen, und sich deshalb der Bretterwand nahe gesetzt, welche die Kammer, in welcher der Kranke lag, von der anstoßenden trennte. Hier hatten sie die ganze Beichte belauscht und bequem verstanden, was Chapelet dem Mönche gesagt. Mehr als einmal reizten die Geschichten, die sie ihn beichten hörten, sie so sehr zum Lachen, daß wenig daran fehlte, so wären sie damit herausgeplatzt. Dann aber sagten sie wieder zueinander: "Himmel, welch ein Mensch ist das, den weder Alter noch Krankheit, noch Furcht vor dem Tode, dem er sich nahe sieht, oder vor Gott, vor dessen Richterstuhl er in wenigen Stunden zu stehen vermuten muß, von seiner Verruchtheit haben abbringen und zu dem Entschluß führen können, anders zu sterben, als er gelebt hat." Indes, sie hatten gehört, seine Leiche solle in der Kirche aufgenommen werden, und um das Übrige kümmerten sie sich nicht. - Herr Chapelet empfing bald darauf das Abendmahl, dann, als sein Befinden sich über die Maßen verschlechterte, die letzte Ölung und starb noch am Tage seiner musterhaften Beichte, bald nach der Vesper. Die beiden Brüder besorgten aus dem Nachlaß des Verstorbenen ein anständiges Begräbnis und meldeten den Todesfall im Kloster, damit die Mönche, wie es der Brauch ist, die Nachtwache bei der Leiche halten und sie am andern Morgen abholen sollten. Der fromme Mönch, der sein Beichtiger gewesen war, besprach sich, als er seinen Tod vernahm, mit dem Prior des Klosters. Er ließ zum Kapitel läuten und schilderte den versammelten Mönchen, welch ein frommer Mann Chapelet, seiner Beichte zufolge, gewesen war. In der Hoffnung, daß Gott durch ihn noch große Wunder verrichten werde, überredete er sie, man müsse diese Leiche notwendig nmit besonderer Auszeichnung und Ehrfurcht empfangen. Der Prior und die übrigen Mönche pflichteten in ihrer Leichtgläubigkeit dieser Meinung bei, und so gingen sie denn sämtlich noch spät am Abend in das Haus, wo Chapelets Leichnam lag, und hielten über diesem eine große und feierliche Vigilie. Am andern Morgen kamen sie alle, mit Chorhemden und Mäntelchen angetan, die Chorbücher in der Hand und die Kreuze voraus, um den Leichnam mit Gesang zu holen. Dann trugen sie ihn unter Gepränge und großer Feierlichkeit in ihre Kirche, und fast die ganze Einwohnerschaft des Städtchens, Männer und Frauen, schloß sich dem Zuge an. Als die Leiche in der Kirche niedergesetzt worden war, stieg der Geistliche, dem Chapelet gebeichtet hatte, auf die Kanzel und berichtete von des Verstorbenen frommem Leben, von seinem Fasten, seiner Keuschheit, seiner Einfalt, Unschuld und Heiligkeit die wunderbarsten Dinge. Unter anderm erzählte er, was Herr Chapelet ihm unter Tränen als seine größte Sünde gebeichtet und wie er ihn kaum zu überzeugen vermocht habe, daß Gott ihm auch diese vergeben werde. Dann begann er die Zuhörer zu schelten und sagte: "Ihr aber, ihr von Gott Verdammten, ihr lästert um jedes Strohhalmes willen, der euch zwischen die Füße kommt, Gott, seine Mutter und alle Heiligen im Paradiese." Außerdem sagte er noch viel von seiner Herzensgüte und Lauterkeit. Mit einem Wort, seine Reden, denen die Gemeinde vollkommenen Glauben schenkte, bemächtigten sich in solchem Maße der frommen Herzen der Versammlung, daß alle, sobald der Gottesdienst zu Ende war, sich untereinander stießen und drängten, um dem Toten Hände und Füße zu küssen. Die Kleider wurden ihm auf dem Leibe zerrissen; denn jeder hielt sich für glücklich, wenn er einen Fetzen davon haben konnte. In der Tat mußten die Mönche den Körper den ganzen Tag über ausstellen, daß ihn jedweder nach Gefallen beschauen konnte. In der folgenden Nacht wurde er in einer Kapelle ehrenvoll in einem Marmorsarge bestattet, und schon am Tage darauf fingen die Leute an, den Toten zu besuchen, zu verehren und Lichter anzuzünden. Mt der Zeit gelobten sie ihm Opfergaben und begannen dann, ihrem Versprechen gemäß, Wachsbilder aufzuhängen. Der Ruf seiner Heiligkeit und seine Verehrung wuchsen so sehr, daß nicht leicht jemand in irgendeiner Gefahr einen anderen Heiligen anrief als Sankt Chapelet, wie sie ihn nannten und noch heute nennen, und allgemein wird versichert, daß Gott durch ihn gar viele Wunder getan habe und deren noch täglich an jedem tue, der die Fürsprache dieses Heiligen andächtig erbitte. So lebte und starb Herr Ciapperello von Prato und wurde ein Heiliger, wie ihr gehört habt. Daß es möglich ist, dieser Mensch sei wirklich im Anschauen Gottes selig, will ich allerdings nicht leugnen, denn so ruchlos und abscheulich sein Leben war, so kann er doch in den letzten Augenblicken seines Lebens so viel Reue empfunden haben, daß Gott sich vielleicht seiner erbarmt und ihn in sein Reich aufgenommen hat. Weil uns dies aber verborgen bleibt, so spreche ich nach dem, was uns offenbar ist, und sage, daß er vielmehr in den Krallen des Teufels verdammt als im Paradiese zu sein verdient. Verhält es sich aber so, dann können wir deutlich erkennen, wie unermeßlich Gottes Gnade gegen uns ist, die nicht unseren Irrtum, sondern die Lauterkeit unseres Glaubens betrachtet, wenn wir einen seiner Feinde in der Meinung, er sei sein Freund, zum Mittler zwischen ihm und uns machen und er uns erhört, als hätten wir uns einen wahren Heiligen zu unserem Fürsprecher bei seiner Gnade erwählt. Und so empfehlen wir uns ihm denn mit allem, was uns not ist, in der festen Überzeugung, erhört zu werden, damit er uns in diesem allgemeinen Elend und in dieser so heiteren Gesellschaft im Lobe seines Namens, in dem wir sie begonnen, gesund und unversehrt erhalten möge. Und damit schwieg Panfilo. |
Messire Chappelet du Prat, by making a false confession, beguiled an holy Religious man, and after dyed. And having (during his life time) bene a very bad man, at his death, was reputed for a saint,and called S. Chappelet. It is a matter most convenient (deare Ladies) that a man ought to begin whatsoever he doth, in the great and glorious name of him, who was the Creator of all things. Wherefore, seeing that I am the man appointed, to begin this your invention of discoursing Novelties: I intend to begin also with one of his wonderfull workes. To the end,that this being heard, our hope may remaine on him, as the thing onely permanent, and his name for ever to be praised by us. Now, as there is nothing more certaine, but that even as temporall things are mortall and transitory, so are they both in and out of themselves, full of sorrow, paine, and anguish, and subjected to infinite dangers: So in the same manner, we live mingled among them, seeming as part of them, and cannot (without some error) continue or defend our selves,if God by his especiall grace and favour, give us not strength and good understanding. Which power we may not beleeve, that either it descendeth to us, or liveth in us, by any merites of our owne; but of his onely most gracious benignity. Mooved neverthelesse and entreated by the intercessions of them, who were (as we are) mortals; and having diligently observed his commandements, are now with him in eternall blessednes. To whom (as to advocates and procurators, informed by the experience of our frailty) wee are not to present our prayers in the presence of so great a Judge; but onely to himselfe, for the obtaining of all such things as his wisedome knoweth to be most expedient for us. And well may we credit, that his goodnesse is more fully enclined towards us, in his continuall bounty and liberality; then the subtilty of mortall eye, can reach into the secret of so divine a thought: and sometimes therefore we may be beguiled in opinion, by electing such and such as our intercessors before his high Majesty, who perhaps are farre off from him, or driven into perpetuall exile, as unworthy to appeare in so glorious a presence. For he, from whom nothing can be hidden, more regardeth the sincerity of him that prayeth, then ignorant devotion, committed to the trust of a heedlesse intercessor; and such prayers have always gracious acceptation in his sight. As manifestly will appeare, by the Novell which I intend to relate; manifestly (I say) not as in the judgement of God, but according to the apprehension of men. There was one named, Musciatto Francesi, who from beeing a most rich and great Merchant in France, was become a Knight, and preparing to goe into Tuscany, with Mounsieur Charles without Land, Brother to the King of France (who was desired and incited to come thither by Pope Boniface) found his affaires greatly intricated heere and there (as oftentimes the matters of Merchants fall out to bee) and that very hardly hee should sodainly unintangle them, without referring the charge of them to divers persons. And for all he tooke indifferent good order, onely he remained doubtfull, whom he might sufficiently leave, to recover his debts among many Burgundians. And the rather was his care the more heerein, because he knew the Burgundians to be people of badde nature, rioters, brablers, full of calumny, and without any faithfulnesse: so that he could not bethinke himselfe of any man (how wicked soever he was) in whom he might repose trust to meete with their lewdnesse. Having a long while examined his thoughts upon this point, at last hee remembred one Master Chappelet du Prat, who ofttimes had resorted to his house in Paris. And because he was a man of little stature, yet handsome enough, the French not knowing what this word Chappelet might meane, esteeming he should be called rather (in their tongue) Chappell; imagined, that in regard of his small stature, they termed him Chappelet, and not Chappell, and so by the name of Chappelet he was every where known, and by few or none acknowledged for Chappell. This Master Chappelet, was of so good and commendable life; that, being a Notarie, he held it in high disdaine, that any of his Contractes (although he made but few) should be found without falshoode. And looke how many soever hee dealt withall, he would be urged and required thereto, offering them his paines and travaile for nothing, but to bee requited otherwise then by money; which prooved to bee his much larger recompencing, and returned to him the farre greater benefit. Hee tooke the onely pleasure of the world, to beare false witnesse, if hee were thereto entreated, and (oftentimes) when hee was not requested at all. Likewise because in those times, great trust and beleefe was given to an oath, he making no care or conscience to be perjured: greatly advantaged himselfe by Law suites, in regard that many matters relyed upon his oath, and delivering the truth according to his knowledge. He delighted (beyond measure) and addicted his best studies, to cause enmities and scandals betweene kindred and friends, or any other persons, agreeing well together; and the more mischiefe he could procure in this kind, so much the more pleasure and delight tooke he therein. If he were called to kill any one, or to do any other villanous deede, he never would make deniall, but go to it very willingly; and divers times it was well knowen, that many were cruelly beaten, ye slaine by his hands. Hee was a most horrible blasphemer of God and his Saints, upon the very least ccasion, as being more addicted to choller, then any other man could be. Never would he frequent the Church, but basely contemned it, with the acraments and religious rites therein administred, accounting them for vile and unprofitable things: but very voluntarily would visit Tavernes, and other places of dishonest accesse, which were continually pleasing unto him, to satisfie his lust and inordinate lubricitie. Hee would steale both in publike and private, even with such a conscience, as if it were given to him by nature so to do. He was a great glutton and a drunkarde, even he was not able to take any more: being also a continuall gamester, and carrier of false Dice, to cheate with them the very best Friends he had. But why do I waste time in such extent of words? When it may suffice to say, that never was there a worse man borne; whose wickednesse was for long time supported, by the favour, power, and Authoritie of Monsieur Musciatto, for whose sake many wrongs and injuries were patiently endured, as well by private persons (whom hee would abuse notoriously) as others of the Court, betweene hom he made no difference at all in his vile dealing. This Master Chappelet, being thus remembred by Musciatto (who very well knew his life and behaviour) he perfectly perswaded himselfe, that this was a man apt in all respects, to meete with the treachery of the Burgundians: whereupon, having sent for him, thus he beganne. Chappelet, thou knowest how I am wholly to retreate my selfe from hence, and having some affaires among the Burgundians, men full of wickednesse and deceite; I can bethinke my selfe of no meeter a man then Chappelet, to recover such debts as are due to mee among them. And because it falleth out so well, that thou art not now hindered by any other businesse; if thou wilt undergoe this office for me, I will procure thee favourable Letters from the Court, and give thee a reasonable portion in all thou recoverest. Master Chappelet, seeing himselfe idle, and greedy after worldly goods, considering that Mounsieur Musciatto (who had beene alwayes his best buckler) was now to depart from thence, without any dreaming on the matter, and constrained thereto (as it were) by necessity, set downe his resolution, and answered, that hee would gladly doe it. Having made their agreement together, and received from Musciatto his expresse procuration, and also the Kings gracious Letters; after that Musciatto was gone on his journey, Master Chappelet went to Dijon, where he was unknowne (well-neere) of any. And there (quite from his naturall disposition) he beganne benignely and graciously, in recovering the debts due; which course he tooke the rather, because they should have a further feeling of him in the end. Being lodged in the house of two Florentine brethren, that living on their monies usance; and (for Mounsieur Musciattoes sake) using him with honour and respect: it fortuned that he fell sicke, and the two brethren sent for Physitions to attend him, allowing their servants to be diligent about him, making no spare of any thing, which gave the best likelyhood of restoring his health. But all their paines proved to no purpose, because he (honest man) being now growne aged, and having lived all his life time very disorderly, fell day by day (according to the Physicions judgement) from bad to worse, as no other way appeared but death, whereat the brethren greatly grieved. Upon a day, neere to the Chamber where the sicke man lay, they entred into this communication. What shall we doe (quoth the one to the other) with this man? We are much hindered by him: for to send him away (sicke as he is) we shall be greatly blamed thereby, and it will be a manifest note of our weake wisedome; the people knowing that first of all we gave him entertainement, and have allowed him honest physicall attendance, and he not having any way injuried or offended us, to let him be suddenly expulsed our house (sicke to death as he is) it can be no way for our credit. On the other side, we are to consider also, that hee hath bin so badde a man, as he will not now make any confession thereof, neither receive the blessed Sacrament of the Church, and dying so without confession; there is no Church that will accept his body, but it must be buried in prophane ground, like to a Dogge. And yet if hee would confesse himselfe, his sinnes are so many and monstrous, as the like case also may happen, because there is not any Priest or Religious person, that can or will absolve him. And being not absolved, he must be cast into some ditch or pit, and then the people of the Towne, as well in regard of the account we carry heere, (which to them appeareth so little pleasing, as we are daily pursued with their worst words) as also coveting our spoile and overthrow, upon this accident will cry out and mutiny against us; Behold these Lombard dogs, which are not to be received into the Church, why should we suffer them to live heere among us? In furious madnesse will they come upon us, and our house, where peradventure) not contended with robbing us of our goods, our lives will remaine in their mercy and danger; so that, in what sort soever it happen, this mans dying here, must needs be banefull to us. Master Chappelet, who (as we have formerly saide) was lodged neere to the place where they thus conferred, having a subtle attention (as oftentimes we see sicke persons to be possessed withall) heard all these speeches spoken of him, and causing them to bee called unto him, thus hee spake. I would not have you to be any way doubtfull of me; neither that you should receive the least damage by me: I have heard what you have said, and am certaine, that it will happen according to your words, if matters should fall out as you conceite; but I am minded to deale otherwise. I have committed so many offences against our Lord God,in the whole current of my life; that now I intend one action at the houre of my death, which I trust will make amends for all. Procure therefore, I pray you, that the most holy and religious man that is to be found (if there bee any one at all) may come unto me, and referre the case then to me, for I will deale in such sort for you and my selfe, that all shall be well, and you no way discontented. The two Brethren, although they had no great hope in his speeches, went yet to a Monastery of Gray-Friars, and requested; that some one holy and learned man, might come to heare the confession of a Lombard, that lay very weake and sicke in their house. And one was granted unto them, being an aged religious Frier, a great read master in the sacred Scripture, a very venerable person, who being of good and sanctified life, all the Citizens held him in great respect and esteeme, and on hee went with them to their house. When he was come up into the Chamber where Master Chappelet lay, and being there seated downe by him; he beganne first to comfort him very lovingly, demanding also of him, how many times he had bin at confession? Whereto Master Chappelet (who never had bin shrived in all his life time) thus replied. Holy Father, I alwayes used (as a common custome) to bee confessed once (at the least) every weeke, albeit sometimes much more often; but true it is, that being falne into this sicknesse, now eight daies since I have not beene confest, so violent hath bene the extremity of my weaknesse. My sonne (answered the good old man) thou hast done well, and so keep thee still hereafter in that minde: but I plainly perceive, seeing thou hast so often confessed thy selfe, that I shall take the lesse labour in urging questions to thee. Master Chappelet replyed; Say not so good Father, for albeit I have bene so oftentimes confessed, yet am I willing now to make a generall confession, even of all sinnes comming to my remembrance, from the very day of my birth, until this instant houre of my shrift. And therefore I entreat you (holy Father) to make a particular demand of everie thing, even as if I had never bene confessed at all, and to make no respect of my sicknesse: for I had rather be offensive to mine owne flesh, then by favoring or allowing it ease, to hazard the perdition of my soule, which my Redeemer bought with so precious a price. These words were highly pleasing to the holy Friar, and seemed to him as an argument of a good conscience: Wherefore, after hee had much commended this forwardnesse in him, he began to demand of him if he had never offended with any Woman? Whereunto master Chappelet (breathing forth a great sigh) answered. Holy Father, I am halfe ashamed to tell you the truth in this case, as fearing least I should sinne in vaine-glory. Whereto the Confessor replyed; Speake boldly sonne, and feare not, for in telling the truth, bee it in confession or otherwise, a man can never sinne. Then sayde Maister Chappelet, Father, seeing you give me so good an assurance, I will resolve you faithfully heerein. I am so true a Virgin-man in this matter, even as when I issued forth of my mothers Wombe. O sonne (quoth the Friar) how happy and blessed of God art thou? Well hast thou lived, and therein hast thou not meanly merited, having had so much libertie to doe the contrary if thou wouldest, wherein verie few of us can so answer for our selves. Afterward, he demanded of him, how much displeasing to God hee had beene in the sinne of Gluttony? When (sighing againe greatly) hee answered: Too much, and too often, good Father. For, over and beside the Fasts of our Lent season, which everie yeare ought to bee duely observed by devout people, I brought my selfe to such a ustomarie use, that I could fast three dayes in every Weeke, with Bread and Water. But indeede (holy Father) I confesse, that I have drunke water with such a pleasing appetite and delight especially in praying, or walking on pilgrimages) even as greedy drunkards doe, in drinking good Wine. And many times I have desired such allades of small hearbes, as Women do gather abroad in the open fields, and feeding onely upon them, without coveting after any other kinde of sustenance, hath seemed much more pleasing to me, then I thought to agree with the nature of Fasting, especially, when as it swerveth from devotion, or is not done as it ought to bee. Sonne, Sonne, replied the Confessour, these sinnes are naturall, and very light, and therefore I would not have thee to charge thy conscience with them, more then is needfull. It happeneth to every man (how holy soever he be) that after he hath fasted overlong, feeding will be welcome to him, and drinking good drinke after his travaile. O Sir, (said Maister Chappelet) never tell me this to comfort me, for well you know, and I am not ignorant therein, that such things as are done for the service of God, ought all to be performed purely, and without any blemish of the minde; what otherwise is done, savoureth of sinne. The Friar being well contented with his words, said: It is not amisse that thou understandest it in this manner, and thy conscience thus purely cleared, is no little comfort to me. But tell me now concerning Avarice, hast thou sinned therein, by desiring more then was reasonable, or withholding from others, such things as thou oughtst not to detaine? Wherein Maister Chappelet answered. Good Father, I would not have you to imagine, because you see me lodged heere in the house of two Usurers, that therefore I am of any such disposition. No truely Sir, I came hither to no other end, but onely to chastise and admonish them in friendly manner, to clense their mindes from such abhominable profit: And assuredly, I should have prevailed therein, had not this violent sicknesse hindered mine intention. But understand (holy Father) that my parents left me a rich man, and immediatly after my Fathers death, the greater part of his goods I gave away for Gods sake, and then, to sustaine mine owne life, and to helpe the poore members of Jesus Christ, I betooke my selfe to a meane estate of Merchandise, desiring none other then honest gaine thereby, and evermore whatsoever benefit came to me; I imparted halfe thereof to the poore, converting mine owne small portion about my necessary affaires, which that other part would scarcely serve to supply: yet alwayes God gave thereto such a mercifull blessing, that my businesse dayly thrived more and more, arising still from good to better. Well hast thou done therein good Sonne, said the Confessour: but how oftentimes hast thou beene angry? Oh Sir (said Maister Chappelet) therein I assure yee, I have often transgressed. And what man is able to forbeare it; beholding the dayly actions of men to be so dishonest? No care of keeping Gods Commandements, nor any feare of his dreadfull judgements. Many times in a day, I have rather wished my selfe dead then living, beholding youth pursuing idle vanities, to sweare and forsweare themselves, tipling in Tavernes, and never haunting Churches; but rather affecting the worlds follies, then any such duties as they owe to God. Alas Sonne (quoth the Friar) this is a good and holy anger, and I can impose no penance on thee for it. But tell me, hath not rage or furie at any time so over-ruled thee, as to commit murther or man-slaughter, or to speake evill of any man, or to doe any other such kinde of injurie? Oh Father (answered Maister Chappelet) you that seeme to be a man of God, how dare you use any such vile words? If I had had the very least thought, to doe any such act as you speake, doe you thinke that God would have suffered me to live? These are deeds of darknesse, fit for villaines and wicked livers, of which hellish crew, when at any time I have happened to meet with some one of them, I have said; God, God convert thee. Worthy, and charitable words, replied the Friar: but tell me Sonne, Didst thou ever beare false witnes against any man, or hast spoken falsly, or taken ought from any one, contrary to the will of the owner? Yes indeed Father, said Maister Chappelet, I have spoken ill of another, because I have sometime seene one of my neighbors, who with no meane shame of the world, would do nothing else but beat his wife: and of him once I complained to the poore mans parents, saying, that he never did it but when he was overcome with drinke. Those were no ill words, quoth the Friar; but I remember you said, that you were a Merchant: Did you ever deceive any, as some Merchants use to doe? Truely Father, answered M. Chappelet, I thinke not any, except one man, who one day brought me money which he owed me for a certaine peece of cloath I sold him, and I put it into a purse without accounting it. About a moneth afterward, I found that there were foure small pence more then was due to mee: and never happening to meete with the man againe, after I had kept them the space of a whole yeare, I then gave them away unto foure poore people, for Gods sake. A small matter, said the Friar, and truly payed backe againe to the owner, in bestowing them on the poore. Many other questions he demanded of him, whereto still he answered in the same manner. But before he proceeded to absolution, Master Chappelet spake thus: I have yet one sinne more, which I have not revealed to you: when being urged by the Friar to confesse it, he said. I remember, that I should afford one day in the weeke, to cleanse the house of my soule, for better entertainement to my Lord and Saviour, and yet I have done no such reverence to the Sunday or Sabbath, as I ought to have done. A small fault Sonne, replyed the Friar. O no (quoth Master Chappelet) doe not terme it a small fault, because Sunday being a holy day, is highly to be reverenced: for as on that day, our blessed Lord arose from death to life. But (quoth the Confessor) hast thou done nothing else on that day? Yes, said he, being forgetfull of my selfe, once I did spet in Gods Church. The Friar smiling, said: Alas Sonne, that is a matter of no moment; for wee that are Religious persons, doe use to spet there every day. The more is your shame, answered Master Chappelet, for no place ought to bee kept more pure and cleane then the sacred Temple, wherein our daily sacrifices are offered up to God. In this manner he held on an houre and more, uttering the like transgressions as these; and at last began to sigh very passionately, and to shed a few teares, as one that was skilfull enough in such dissembling pranks: whereat the Confessor being much mooved, saide: Alas Sonne, what aylest thou? Oh Father (quoth Chappelet) there remaineth yet one sinne more upon my conscience, wherof I never at any time made confession, so shamefull it appeareth to mee to disclose it; and I am partly perswaded, that God will never pardon me for that sinne. How now Sonne? said the Friar, never say so; for if all the sinnes that ever were committed by men, or shall be committed so long as the World endureth, were onely in one man, and he repenting them, and being so contrite for them, as I see thou art; the grace and mercy of God is so great, that upon penitent confession, he will freely pardon him, and therefore spare not to speake it boldly. Alas Father (said Chappelet, still in pretended weeping) this sinne of mine is so great, that I can hardly beleeve (if your earnest prayers do not assist me) that ever I shall obtaine remission for it. Speake it Sonne, said the Friar, and feare not, I promise that I will pray to God for thee. Master Chappelet still wept and sighed, and continued silent, notwithstanding all the Confessors comfortable perswasions; but after hee had helde him a long while in suspence, breathing forth a sighe, even as if his very heart would have broken, he saide; Holy Father, seeing you promise to pray to God for me, I will reveale it to you: Know then, that when I was a little boy, I did once curse my Mother; which he had no sooner spoken, but he wrung his hands, and greeved extraordinarily. Oh good Son, saide the Friar: doth that seeme so great a sinne to thee? Why, men doe daily blaspheme our Lord God, and yet neverthelesse, upon their hearty repentance, he is always ready to forgive them; and wilt not thou beleeve to obtaine remission, for a sinne so ignorantly committed? Weepe no more deare Sonne, but comfort thy selfe and rest resolved, that if thou wert one of them, who nayled our blessed Saviour to his Crosse; yet being so truly repentant, as I see thou art, he would freely forgive thee. Say you so Father? quoth Chappelet. What mine owne deare Mother? that bare me in her wombe nine moneths, day and night, and afterwards fed me with her breasts a thousand times, can I be pardoned for cursing her? Oh no, it is too haynous a sinne, and except you pray to God very instantly for me, he will not forgive me. When the religious man perceived, that nothing more was to bee confessed by Master Chappelet; he gave him absolution, and his owne benediction beside, reputing him to be a most holy man, as verily beleeving all that hee had said. And who would not have done the like, hearing a man to speake in this manner, and being upon the very point of death? Afterward, he saide unto him, Master Chappelet, by Gods grace you may be soone restored to health, but if it so come to passe, that God doe take your blessed and well disposed soule to hismercy, will it please you to have your body buried in our Convent? Whereto Master Chappelet answered; I thanke you Father for your good motion, and sorry should I be, if my friends did bury me any where else, because you have promised to pray to God for me; and beside, I have alwayes carried a religious devotion to your Order. Wherefore, I beseech you, so soone as you are come home to your Convent, prevaile so much by your good meanes, that the holy Eucharist, consecrated this morning on your high Altar, may be brought unto me: for although I confesse my selfe utterly unworthy, yet I purpose (by your reverend permission) to receive it, as also your holy and latest unction, to this ende, that having lived a greevous sinner, I may yet (at the last) die a Christian. These words were pleasing to the good olde man, and he caused every thing to be performed, according as Master Chappelet had requested. The two Brethren, who much doubted the dissembling of Chappelet, being both in a small partition, which sundered the sicke mans Chamber from theirs, heard and understood the passage of all, betweene him and the ghostly Father, being many times scarcely able to refraine from laughter, at the fraudulent course of his confession. And ften they said within themselves, What manner of man is this, whom neither age, sickenesse, nor terror of death so neere approaching, and sensible to his owne soule, nor that which is much more, God, before whose judgement he knowes not how soone he shall appeare, or else be sent to a more fearefull place; none of these can alter his wicked disposition, but that he will needes die according as he hath lived? Notwithstanding, seeing he had so ordered the matter, that he had buriall freely allowed him, they cared for no more. After that Chappelet had received the Communion, and the other Ceremonies appointed for him; weakenesse encreasing on him more and more, the very same day of his goodly confession, he died (not long after) towards the evening. Whereupon the two Brethren tooke order, that all needefull things should be in a readinesse, to have him buried honourably; sending to acquaint the Fathers of the Convent therewith, that they might come to say their Vigilles, according to precedent custome, and then on the morrow to fetch the body. The honest Friar that had confessed him, hearing he was dead, went to the Prior of the Convent, and by sound of the house Bell, caused all the Brethren to assemble together, giving them credibly to understand, that Master Chappelet was a very holy man, as appeared by all the parts of his confession, and made no doubt, but that many miracles would be wrought by his sanctified body, perswading them to fetch it thither with all devoute solemnity and reverence: whereto the Prior, and all the credulous Brethren presently condiscended very gladly. When night was come, they went all to visit the dead body of Master Chappelet, where they used an especiall and solemne Vigill; and on the morrow, apparelled in their richest Coapes and Vestiments, with bookes in their hands, and the Crosse borne before them, singing in the forme of a very devoute procession, they brought the body pompeously into their Church, accompanied with all the people of the Towne, both men and women. The Father Confessor, ascending up into the Pulpit, preached wonderfull things of him, and the rare holinesse ofhis life; his fastes, his virginity, simplicity, innocency, and true sanctity, recounting also (among other especiall observations) what Chappelet had confessed, as this most great and greevous sinne, and how hardly he could be perswaded, that God would grant him pardon for it. Whereby he tooke occasion to reprove the people then present, saying; And you (accursed of God) for the verie least and trifling matter hapning, will not spare to blaspheme God, his blessed Mother, and the whole Court of heavenly Paradise: Oh, take example by this singular man, this Saint-like man, nay, a very Saint indeede. Many additions more he made, concerning his faithfulnesse, truth, and integrity; so that, by the vehement asseveration of his words (whereto all the people there present gave credible beleefe) he provoked them unto such zeale and earnest evotion; that the Sermon was no sooner ended, but (in mighty crowds and throngs) they pressed about the Biere, kissing his hands and feete, and all the garments about him were torne in peeces, as precious Reliques of so holy a person, and happy they thought themselves, that could get the smallest peece or shred of any thing that came neere to his body: and thus they continued all the day, the body lying still open, to be visited in this manner. When night was come, they buried him in a goodly Marble tombe, erected in a faire Chappell purposely; and for many dayes after following, it was most strange to see, how the people of the Country came thither on heapes, with holy Candles and other offerings, with Images of waxe fastened to the Tombe, in signe of Sacred and solemne Vowes, to this new created Saint. And so farre was spread the fame and renowne of his sanctity, devotion, and integrity of life, maintained constantly by the Fathers of the Convent; that if any one fell sicke in neede, distresse, or adversity, they would make their Vowes to no other Saint but him: naming him (as yet to this day they do) Saint Chappelet, affirming upon their Oathes, that infinite miracles were there daily performed by him, and especially on such, as came in devotion to visit his shrine. In this manner lived and died Master Chappelet du Prat, who before he became a Saint, was as you have heard: and I will not deny it to be impossible, but that he may bee at rest among other blessed bodies. For although he lived lewdly and wickedly, yet such might be his contrition in the latest extreamity, that (questionlesse) he might finde mercie. But, because such things remaine unknowne to us, and speaking by outward appearance, vulgar judgement will censure otherwise of him, and thinke him to be rather in perdition, then in so blessed a place as Paradice. But referring that to the Omnipotents appointment, whose clemencie hath alwayes beene so great to us, that he regards not our errors, but the integrity of our Faith, making (by meanes of our continuall Mediator) of an open enemy, a converted sonne and servant. And as I began in his name, so will I conclude, desiring that it may evermore be had in due reverence, and referre we our selves thereto in all our necessities, with this settled assurance, that he is alwayes ready to heare us. And so he ceased. |
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