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2012-11-05 09:45

Meister im Export: Das deutsche Handwerk

Die Situation für Handwerker in Deutschland ist schlecht – Schwarzarbeit und Lohndumping machen ihnen zu schaffen. Deshalb suchen immer mehr Gesellen und Meister ihr Glück im Ausland und sind da erfolgreich.

Friedhelm Müller legt konzentriert letzte Dinge in den Koffer. Danach kann es losgehen. Nach Oslo, seiner neuen Heimat. Er ist gelernter Elektroinstallateur und einer der vielen Handwerker, die ihr Glück im Ausland suchen. Denn in Deutschland haben sie wenig Perspektiven und in Norwegen werden deutsche Handwerker gesucht. Lasse Schmackelsen, Arbeitsvermittler der Firma Nordisk Handvaerk Aps., hat gute Erfahrungen mit deutschen Arbeitskräften gemacht. "Sie sind sehr motiviert", sagt er. Das sagt auch Alexander Legowski vom Zentralverband des deutschen Handwerks "Deutsche Handwerker sind begehrt, weil sie sehr gut ausgebildet sind."

Ein Beispiel dafür ist der Tischlermeister Hans Nottelmann. Er hat in Deutschland seinen Meister gemacht und ist damit nach Spanien ausgewandert. In der Nähe von Barcelona führt er heute einen eigenen Tischlereibetrieb. Auf dem spanischen Markt arbeitet der Tischler, nach eigenen Angaben, fast ohne Konkurrenz. "Nur wenige ältere Spanier beherrschen das Handwerk noch wirklich, nachdem in den 80er-Jahren die Handwerkslehre abgeschafft wurde", erklärt Hans Nottelmann.

Als deutscher Tischler habe man hier sofort Arbeit, sagt Nottelmann weiter. Allerdings hat er auch einen wichtigen Vorteil: Er ist zweisprachig aufgewachsen. Arbeitsvermittler Lasse bemängelt die fehlenden Fremdsprachenkenntnisse bei vielen deutschen Handwerkern. Auch Friedhelm Müller geht nach Norwegen, ohne die Sprache des Landes zu beherrschen. Aber er spricht Englisch. Zeit für einen Norwegischkurs hat er am Anfang nicht. In seiner dreimonatigen Probezeit muss er erst einmal beweisen, dass er die hohen beruflichen Erwartungen erfüllt.

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